Ein Bekenntnis zur multikulturellen Gesellschaft darf nicht mit Toleranz gegenüber religiösem Extremismus einhergehen, das fordert seit Jahren die Berliner Journalistin Güner Yasemin Balci. Als Integrationsbeauftragte in ihrem Kiez in Berlin-Neukölln macht sie sich mit dieser Haltung nicht nur Freunde. Wer erfahren will, warum sie gar nicht anders kann, sollte ihr aktuelles Buch Heimatland lesen oder, das ist die Empfehlung des Wortklub-Gastgebers Thomas Koch, am 17. November ins domicil kommen, wo sie auf Jacques Tilly trifft. Der Düsseldorfer Künstler ist bekannt für seine Karnevalswagen, mit denen er alljährlich riesige Bekenntnisse für die Freiheit der Kunst und für humanistische Ideale durch seine Heimatstadt ziehen lässt. Diktatoren fühlen sich dadurch offenbar derart bedroht, dass in Russland ein Gerichtsverfahren gegen Tilly läuft, in dem ihm Verunglimpfung von Wladimir Putin vorgeworfen wird.
Warum Einschüchterung sie nicht beeindruckt und Schweigen keine Option ist, erfahren wir an diesem Abend von Güner Balci und Jacques Tilly.
Der allroundkreative Künstler PeterLicht bewegt sich zwischen den Polen Text, Musik, Pop, Kunst, soziale Skulptur, Kapitalismus und Schnäppchenmarkt „wobei am Ende was rauskommen soll, was vielleicht schön ist“. An diesem Abend ist er als Solo-Musiker auf der Wortklub-Bühne. Wird sicher schön!
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Gastgeber: Thomas Koch
Fünf Abende mit großartigen Gästen, toller Livemusik und einem launigen Moderator im domicil in der Hansastraße.
Vor sieben Jahren vom Initiator und Gastgeber Thomas Koch ins Leben gerufen, ist der Wortklub mittlerweile zu einer Institution geworden, die weit über Dortmund hinaus Beachtung findet. „Ich bin der festen Überzeugung, dass Unterhaltung und Ernsthaftigkeit, ebenso wie Spaß und Erkenntnis zusammengehören und miteinander vereinbar sind.“ unter diesem Motto hat der Dortmunder Autor und Moderator Koch auch in diesem Jahr wieder Gäste in den traditionsreichen Jazzclub in der Hansastraße eingeladen, auf die man mit Vorfreude gespannt sein darf.
Der Daumenkinograph Volker Gerling trifft die preisgekrönte Autorin Lara Rüter.
Literarischer Shootingstar Dana von Suffrin trifft den satirischen Dichter Thomas Gsella.
Der Düsseldorfer Karnevalswagenbauer Jacques Tilly begegnet der Journalistin und Neuköllner Integrationsbeauftragten Güner Balci.
„Besonders freut es mich, dass wir auch in diesem Jahr wieder zwei Termine realisieren können, an denen wir intensiv über den Schutz von Demokratie, Toleranz und Menschenrechten reden können“, sagt Koch und verweist auf Signal Iduna, mit deren Unterstützung im Dezember Menschen nach Dortmund kommen, die es zum Kern ihrer Arbeit gemacht haben, sich rechter und menschenverachtender Ideologie entgegenzustellen:
1. Dezember: Anne Brorhilker trifft Christoph Bartmann
Frustriert von ihren Erfahrungen als ermittelnde Oberstaatsanwältin im CumEx-Steuerbetrug, wechselte Anne Brorhilker 2024 zur Bürgerbewegung Finanzwende. In diesem Jahr erschien ihr Buch: Cum/Ex, Milliarden und Moral: Warum sich der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität lohnt.
Christoph Bartmann war Leiter der Goethe-Institute in Kopenhagen, New York und Warschau. In seinem Buch Attacke von Rechts / Der neue Kampf um die Kultur, beschreibt er aus internationaler Perspektive wie Rechtspopulisten die Kulturpolitik als Kampfplatz für ihre Ideologie nutzen.
15. Dezember: Anette Dowideit trifft Ahmad Mansour
Die Kölner Journalistin Anette Dowideit ist Chefredakteurin des Recherchenetzwerks Correctiv, das seit Jahren Aufklärung liefert gegen Fakenews und manipulative Kampagnen. Sie gehörte zu den Autorinnen der Recherche Geheimplan gegen Deutschland, die bundesweit Massendemonstrationen auslöste.
Ahmad Mansour gehört zu den Fachleuten, die erklären können warum Menschen sich radikalisieren und Demokratie und Menschenrechte verachten. Durch seine Bücher und wissenschaftlichen Arbeiten, ist der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Psychologe eine wichtige Stimme in der gesellschaftlichen Debatte um das Zusammenleben in einer modernen Gesellschaft.





