Das Faszinierende an Musik ist ihre einzigartige Fähigkeit, das gesamte Gehirn zu aktivieren und als „universelle Sprache“ tiefe emotionale und körperliche Reaktionen auszulösen. Neben live erlebter Musik hat die individuelle Rezeption zuhause und unterwegs mittels Technik im Laufe der letzten Jahrzehnte an Bedeutung gewonnen.
Das April - JAZZFORUM beleuchtet die Transformation der Musikwahrnehmung durch digitale Distribution. Schwerpunkte bilden die Verschiebung von physischen Tonträgern hin zu On-Demand-Modellen sowie die Bedeutung von Musikrezeptionsbedingungen – von der häuslichen HiFi-Anlage bis zum mobilen Smartphone-Streaming.
Was bedeuten dieser Wandel für Hörer, für Musiker und Veranstalter?
Hat Musik noch einen Wert, der auch monetär ausgewogen ist zwischen Hörern und Musikern?
Verändert die Digitalisierung nicht auch den Content, um besser wahrgenommen zu werden im worldwideweb? Verlernen wir nicht das Zuhören durch zu rasches „Wegwischen“?
Darüber hinaus soll ein Blick geworfen werden auf die immensen Möglichkeiten der Musikproduktion und Distribution durch die Digitalisierung. Verteufeln wir nicht oftmals die Entwicklung, statt die Chancen zu nutzen?
Einige Aspekte können nur angerissen werden, - aber der Abend soll zur Diskussion und zum Nachdenken über den heutigen Umgang mit dieser eminent bedeutsamen Kunst anregen.
Den Abend gestalten Andreas Heuser und Günter Maiß.
Andreas Heuser studierte klassische Gitarre, Jazzgitarre und Violine an der Staatlichen Hochschule für Musik Detmold, ist als Musiker und Komponist im Grenzbereich zwischen Jazz, Globaler Musik und Klassik aktiv und kümmert sich als Toningenieur, Label- und Verlagsinhaber auch um die Aufnahme und Verbreitung seiner Musik.
Günter Maiß war als Raumplaner/Kulturmanager im Stadtmarketing und in der Stadtentwicklung in Essen tätig. Er ist nach 20 Jahren Programmplanung / Vorsitz Ehrenvorsitzender des domicil Dortmund e.V. sowie ein „Vinyl-Aficionado“.
Bereichert wird die Veranstaltung durch Live Musik von Andreas Heuser – Gitarre solo
- sowie von Orest Filipov, der live Tenorsax zu gesampelten Sounds/Grooves spielt.
Orest Filipov studierte an der Folkwang Hochschule der Künste in Essen; er gewann mit dem “N.O.Trio” den Folkwang Jazz Preis 2021 sowie den domicil Förderpreis 2021. Orest ist Dozent für Saxofon/Klarinette an der Jazzakademie Dortmund und konzertierender Jazzmusiker in verschiedenen Projekten (z.B. Benny Hofmman Beat kinetics, Nicklas John Quartett; Musicals Ms. Messer und Anything goes)
(Anm.: Grundsätzlich sind alle Geschlechter gemeint)
Fotos Andreas Heuser & Günter Maiß: © Jürgen Preissner / Orest Filipov: © Oksana Shnit





