Mi 18.11. 20:00 Uhr
33. Jazztage Dortmund: Dream Baby Dream (Film) / Darius Jones
Jazz Top Act / davor: Film Screening vom Jazzfest Berlin
Mi 18.11. 20:00 Uhr
33. Jazztage Dortmund: Dream Baby Dream (Film) / Darius Jones
Jazz Top Act / davor: Film Screening vom Jazzfest Berlin

Lineup: Darius Jones alto saxophone, Gerald Cleaver drums, Chris Lightcap bass // Jazzfest Berlin: Filmpräsentation Dream Baby Dream mit Nadin Deventer

Als einer der großen amerikanischen Komponisten und Saxofonisten des 21. Jahrhunderts hat Darius Jones seine Karriere der konsequenten Hingabe an die Tradition der afroamerikanischen Musik gewidmet. Seine rastlose künstlerische Neugier nimmt dabei immer neue Einflüsse auf und verarbeitet sie in seiner sehr persönlichen Handschrift. Bekannt wurde Jones als Saxofonist der Gruppe Little Women. Doch im Laufe der Jahre entwickelte er immer mehr die konzeptionelle Unerschrockenheit eines Anthony Braxton.

Jones ist für sein Schaffen bekannt, das vom Solo-Saxophon bis hin zu Kammer- und Vokalensembles reicht. Seine musikalischen Interessen umfassen afroamerikanische Musik, Avantgarde und experimentelle Musik. Seine Kompositionen und Aufnahmen wurden in Bestenlisten von Publikationen wie NPR Music, The Wire und PopMatters aufgenommen, und seine Live-Auftritte wurden von der New York Times mehrmals als einige der besten des Jahres gewürdigt.

„Legend of e’Boi“ ist das siebte Kapitel (von insgesamt neun) in Jones’ umfangreichem Man’ish Boy-Epos, das er 2009 mit AUM Fidelity begann. Dazu tragen die eindrucksvollen Liner Notes der gefeierten Schriftstellerin und Dichterin Harmony Holiday, die Coverfotografie von Jesse Ponkamo und weitere Illustrationen von Risha Rox bei. Wie für sein Werk typisch, dient „Legend of e’Boi“ als umfassendes kreatives Vehikel für den künstlerischen Austausch. Das Projekt thematisiert die psychische Gesundheit Schwarzer Menschen und die Heilung von persönlichen und kollektiven Traumata durch Therapie, Gemeinschaft und kreativen Ausdruck. Er hat mit Gerald Cleaver, Oliver Lake, William Parker, Andrew Cyrille, Craig Taborn, Wet Ink Ensemble, Jason Moran, Trevor Dunn, Dave Burrell, Eric Revis, Matthew Shipp, Marshall Allen, Nasheet Waits, Branford Marsalis und Travis Laplante zusammengearbeitet.

„Jones‘ Spiel und Komposition mögen etwas von der sprunghaften Energie haben, die man mit der Avantgarde verbindet, aber die kommunikative Unmittelbarkeit der afroamerikanischen Folk-Traditionen steht wie ein Fundament in seinem Werk.“ — Jazzwise

Davor: Film Screening mit einer Einführung der Produzentin Nadin Deventer

DREAM BABY DREAM

Ein Film von: Andrés Aguiló, Lina Ashour, Frederik Britzlmair, Nadin Deventer, Joel Grip, Andrés Hilarión, Chris Jonas, Nelly Thea Köster, Cal Ola, Ahmed Shah
  
DE, 2026, 21 min
Mehrsprachig mit Untertiteln in Englisch oder Deutsch  
Eine Produktion von Berliner Festspiele / Jazzfest Berlin

Der experimentelle Kurzfilm DREAM BABY DREAM wurde als Teil des Jazzfest Berlin 2025 gemeinsam mit 60 Berliner Akteur*innen – darunter Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Künstler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen – realisiert. Durch Musik, Bewegung und Poesie setzt er sich mit Fragen von Zugehörigkeit, Utopie, Traum und Trauma auseinander. Zu sehen sind die Musiker*innen des sich neu gegründeten transkulturellen Ensembles Moabit Imaginarium, Kinder aus zwei Moabiter Grundschulhorten, jugendliche Performer*innen des postmigrantischen Theater X / Platform Migration Matters sowie der Tänzer Milton Camilo.
Das Projekt wurde innerhalb von vier Monaten im Herbst 2025 von einem zehnköpfigen Creative Team aus in Berlin ansässigen Künstler*innen, Musiker*innen, Choreograf*innen und internationalen Filmemacher*innen entwickelt, produziert und während der Jazzfest Community Week Ende Oktober 2025 im Gropius Bau, auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel sowie an verschiedenen Orten im Berliner Stadtteil Moabit gedreht. DREAM BABY DREAM feierte am 24. April als einer von 70 Filmen aus insgesamt 18 Ländern seine Premiere beim LIMINAL Dance Film Festival in Washington, D.C. Dort wurde er mit dem IN Series Counterpoint Award für „sein visionäres Zusammenspiel von Musik und Bewegung sowie seine herausragenden interdisziplinären Ansätze im Tanzfilm” ausgezeichnet. Zudem gewann der Film im Juni 2026 den Best Artist Film Award (Short) beim Berlin Indie Film Festival.

 

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Ort: Saal
Veranstalter: domicil
Einlass: 19:30 Uhr
Eintritt
AK: 32
VVK: 28
Ermäßigt
AK: 18
VVK: 14
U20 frei
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Auszeichnungen & Preise:

 

Hauptpreis für Bestes Live-Musikprogramm 2025