Donnerstag 13|12|18 20:00 Uhr

Scott Fields Ensemble: Beckett Project

Improvisationen / Kompositionen über Samuel Becketts Einakter

Matthias Schubert sax, Dirk Rothbrust percussion, Scott Roller cello, Scott Fields e-gui

Viele Theaterstücke Samuel Becketts sind voller Wiederholungen, die ihnen einen fast schon musikalischen Charakter geben. Dies inspirierte den in Köln lebenden Gitarristen Scott Fields, Becketts Einakter tatsächlich in instrumentale Musik zu übertragen. Dies geschieht sowohl improvisierend als auch in Kompositionsform, Silbe für Silbe, aber auch Atmosphäre und Handlung aufgreifend und zusätzlich von Videoprojektionen begleitet.

Für die Samuel Beckett Stücke übersetzt Fields die Worte des irischen Dramatikers in Musik. Das Ergebnis ist ein Werk irgendwo zwischen Free Jazz und Neue Musik, lange komponierte Abschnitten sind durchsetzt mit Improvisation. Die Dialoge von Becketts Stücken werden hier buchstäblich übersetzt, jeder Silbe wird eine Tonhöhe und Tonlänge zugeordnet. Auch wenn das Fields Ensemble diese Komposition als reine Instrumentalversion aufführt, könnten die Komposition in Theorie auch von sehr besonderen SängerInnen gesungen werden. Die Musik ist weitgehend programmatisch, denn die musikalischen Texturen sollen die ZuhöreInnen an die Stimmung der Stücke, der Handlungen der Figuren und die Atmosphäre erinnern.

“Obwohl konzeptionelle Anspielungen auf die Literatur hochmütig sein konnten, ist Beckett tatsächlich Fields abwechslungsreichste und swingende Aufnahme seit Jahren. Es sind mitreißende Komposition, selbst an ihren höchst abstrakten Stellen, die unterstützt durch eifrige Gruppeninteraktion, mit reichem harmonischen Einfallsreichtum und atemberaubendem dynamischen Umfang begeistern. Wie das Werk seines Widmungsträgers, wird man dem Album mit einmal hören nicht gerecht.” — Troy Collins, All About Jazz

“Wie auch immer, wenn du an Beckett denkst, denkst du nicht automatisch an eleganten und aufwendig gearbeiteten modernen Kammermusik - Jazz, aber das is genau das was Gitarrist Scoot Fields uns hier auf seiner großartigen Quartett-Veröffentlichung bietet… Das Spiel aller vier Musiker durchweg ist vorbildlich, die Partitur ist raffiniert konstruiert und faszinierend bis zum Punkt der Frustration (und wenn das nicht Beckettismus ist, dann weiß ich nicht was) und die Aufnahme ist hervorragend. Was könnte man mehr verlangen? Eine Fortsetzung, vielleicht.” - Dan
Warburton, Paris Transatlantisches Magazin

Wenn man an Beckett denkt, denkt man nicht automatisch an eleganten und komplexen modernen Kammerjazz, aber dies ist genau das, was uns der Gitarrist Scott Fields mit seiner Quartet Veröffentlichung präsentiert.
Das Spiel aller vier Musiker ist durchgehend mustergültig, die Kompositionen intelligent und verblüffend, ja so sehr gar, dass man anfängt frustriert zu sein (wenn dies nicht Beckettianisch ist, was ist es sonst) und die Aufnahme ist hervorragend. Was will man mehr? Eine Fortsetzung vielleicht.
Dan Warburton, Paris Transatlantic Magazine

Raum: Saal
Einlass: 19:30 Uhr
domicilcard
U19 frei


Weitere Informationen:
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