Samstag 17|12|16 20:00 Uhr

Stefan Bauer & Organic Earfood

Organ Jazz - NYC meets NRW

Bernie Senensky organ/piano, Stefan Bauer vibes, Peter Baumgärtner drums

Das fast schon traditionelle Weihnachtskonzert des in New York lebenden Mallett und Vibrafonvirtuosen Stefan Bauer, ursprünglich aus Recklinghausen stammend und seinerzeit auch im domicil musikalisch groß geworden, stellt dieses Mal jazzige Orgelsounds in den Mittelpunkt. 

Für letztere sorgt mit Bernie Senensky eine kanadische Pianisten- und Organistenlegende. Als Haupteinflüsse nennt er Bud Powell, McCoy Tyner, Keith Jarrett und Herbie Hancock. Er ist der "Number one"-Pianist, der regelmäßig zum Begleiten berühmter amerikanischer Jazzlegenden vor allem in Toronto für Wochenengagements in etablierte Clubs engagiert wurde. Er hat so z.B. gespielt mit Chet Baker, George Coleman, Art Farmer, Eddie Henderson, Art Blakey, Maynard Ferguson's Big Band, Joe Williams, Phil Woods, Dizzy Gillespie, Sonny Stitt, Herb Ellis, Art Pepper, Zoot Sims, Sonny Stitt, Ernestine Anderson, Bobby Watson, Buddy DeFranco, Dave Liebman, Cecil McBee, Pat LaBarbera, Don Alias, Eddie Henderson, Chris Potter und vielen vielen anderen. Drummer Elvin Jones sagte über Senensky: “Einer der besten Pianisten, mit denen ich im Laufe meiner Karriere gespielt habe.” Bill Evans meinte:”Ich könnte einfach nur dasitzen und ihm den ganzen Tag zuhören.” Obschon Bernie Senensky im wesentlichen ein mit allen Wassern gewaschener, moderner Bebop-Pianist und Organist ist, hat er auch eine freiere, post-Coltrane-Seite, die in seiner Arbeit mit Pharoh Sanders, mit Rashied Ali und vor allem mit dem Gitarristen Tisziji Munoz zur Geltung kommt.

Vibraphonist Stefan Bauer aus dem Ruhrgebiet, jetzt in Brooklyn, NY, hat viele Jahre in der Geburtsstadt Bernie Senenskys gelebt: Winnipeg, Manitoba/Canada. Aus einem Wochenengagement mit Senensky and Bauer im damals legendären Jazzclub in Toronto “George’s Spaghetti House” ging ein Quartett (mit Bassist Jim Vivian und Drummer Barry Romberg) hervor, das ab 1993 häufig in vielen Clubs vor allem in Toronto über’s Jahr verstreut zu hören war und zu einer Art ‘Kultband’ wurde. Diese Zusammenarbeit kulminierte in einer Tour durch ganz Kanada 1996, und einem Konzert und einer anschliessenden CD Aufnahme mit dem Trompeter Kenny Wheeler als Gast. “Coast to coast”, erschienen unter Bauers Namen und aufgenommen im CBC Studio Winnipeg, in dem u.a. auch Oscar Peterson und Lenny Breau Jahrzehnte vorher gespielt hatten, erhielt hervorragende Besprechungen sowohl in der kanadischen alsauch der amerikanischen Presse für ihre vielfältige Musik alsauch für ihren hervorragenden Sound. Zitate: “Hot, thoughtful sounds from the North…” (Jazziz), “…the cohesion and individual sounds of the entire group make the album a success. First, there's Kenny Wheeler …  he and Bauer seem to share a musical understanding.” (Bill Donaldson), "Coast to Coast" is a gem of an album from an exceptional talent.” (Joel Richman), “Like Senensky's Evans‑informed touch and voicings, the sound of Bauer's vibes is an equally pleasing listening experience” (Jazz Times),  “The front men perform with authority, intelligence and originality, creating advancing dialogue that suits both the natural ebullience of Senensky's pianistic thoughts and the astute coloring that the leader lends to his textures.” (Toronto Star),

Dieses Trio wird abgerundet durch den erfahrenen und inspirierten Drummer Peter Baumgärtner, der für Silvia Droste, Jack van Poll, John Goldsby, Lydia van Dam, Matthias Nadolny, Jörg Siebenhaar, Konstantin Wienstroer, Stefan Werni, Manfred Billmann, Gregor Salz, KLaus Osterloh, Martin Wind, John Marshall, Cécile Verny, Peter Weniger, Fay Victor, den Sultans of Swing, Paul G. Ulrich, Dieter Greifenberg, Norbert Gottschalk, Martin Sasse, Henning Gailing, Greetje Kauffeld, Rolf Römer, Brenda Boykin, Gerd Dudek, u.v.a. getrommelt hat. Zusätzlich kann Baumgärtner auf eine parallele Karriere als Theatermusiker (voraus- und) zurückblicken, u.a. auf Engagements im Düsseldorfer „Kommödchen“ mit Lore Lorentz, Thomas Freitag,  Harald Schmidt, Michael Quast, aber auch im Tigerpalast Frankfurt, im Schillertheater NRW und am Düsseldorfer Schauspielhaus. 

Die drei zusammen spielen swingenden Jazz mit Elementen aus Bop, Blues und Groove in einer eher ungewöhnlichen Kombinatio, übrigens mit und von Stefan Bauer zuletzt gehört Anfang der 1980-er Jahre in Helge Schneiders Orgeltrio, dessen Mitglied er war.

 

Raum: Saal
Einlass: 19:00 Uhr
Eintritt: 23 €
Eintritt VVK: 20 € (inkl. Gebühren) Tickets
Ermäßigung: 50%
domicilcard
U19 frei


Weitere Informationen:
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