| DO 17|05|12 | Kurt Elling ** AUSVERKAUFT ** |
Mohammad Reza Mortazavi
Iranische Perkussion: "Die schnellsten Hände der Welt"
Der iranische Ausnahmemusiker erschafft im Solospiel mit Tombak oder Daf, zwei traditionellen iranischen Handtrommeln, Klänge orchestralen Ausmaßes.
Mit der Blue Fusion, die zum vierten Mal in Kooperation mit dem Folk'n'Fusion-Festival stattfindet, präsentiert Blue Moon den iranische Ausnahmemusiker Mohammad Reza Mortazavi. Mortazavi erschafft im Solospiel mit Tombak oder Daf, zwei traditionellen iranischen Handtrommeln, Klänge orchestralen Ausmaßes. Im Laufe seiner Karriere hat er über dreißig neue Schlag- und Fingertechniken entwickelt, die weit über die Grenzen der Tradition hinausgehen und seine Musik zu einem faszinierenden Klangerlebniss jenseits der üblichen Konventionen verdichten.
Mit 10 Jahren gewann Mortazavi das erste Mal den nationalen Tombak Wettbewerb im Iran und revolutionierte in der Folge mit seinen neuen Techniken, die es beispielsweise erlauben, differenzierte Melodien zu spielen, das Spiel sowohl für die Tombak, als auch für die Daf. In den folgenden Jahren gewann er diesen Wettbewerb jährlich und bereits mit 20 Jahren galt er als der beste Tombak-Spieler der Welt. Mit 22 Jahren reiste Mohammad Reza Mortazavi das erste Mal nach Deutschland und trat mit durchschlagendem Erfolg in München auf. Er veröffentlichte daraufhin mehrere CDs und wurde auf verschiedene Konzerte in ganz Europa eingeladen, wo er Begeisterungsstürme auslöste. 2003 gewann er – als einer von über 600 Kandidaten – den deutschen Weltmusikpreis RUTH in der Nachwuchskategorie.
Das aktuelle Album „Green Hands“ (flowfish.music) stellt nicht nur die neuesten Kompositionen Mortazavis vor, es ist auch eine Auseinandersetzung mit den gesellschaftspolitischen Ereignissen im Iran 2009. Mortazavi widmet seine „Grünen Hände“ der „Grünen Phase“ des Iran. Grün steht hier für die Farbe der Natur, des Wachstums und des Neuen. Mortazavi kam zeitgleich zur Iranischen Revolution vor 30 Jahren zur Welt und etwas vom revolutionären Geist dieser Zeit hat sich auch auf ihn und sein Schaffen übertragen. Mortazavi ist ständig auf der Suche nach eigenständigen musikalischen Ausdrucksformen. Er versteht seine musikalische Arbeit als einen fortwährenden Prozess, der um die Befreiung aus den Zwängen der Konvention ringt.
Seine technische Perfektion paart sich mit einem überschäumenden spielerischen Trieb, voller Neugier und Offenheit. „Green Hands“ ist der Versuch, sich von den eigenen und musikalischen Zwängen zu befreien.


