Galerie im domicil

15|07|2014

Rosa Fehr von Ilten: Lost Space

13.9.-30.12.2014 | Vernissage: Sa 13.9. 18 h

„In der Malerei nähere ich mich der Wirklichkeit subjektiv mit ähnlichen Methoden wie in meinen Stimm-improvisationen: ich wähle ein Motiv aus, das damit gleichzeitig dokumentiert und durch Zitat, Variation, Verfremdung und Konfrontation verändert wird. So kann sich auch für den Rezipienten die Möglichkeit einer ungewohnten Annäherung an die Realität im Sinne einer neuen Wahrnehmung erschließen.“

In der Ausstellung „Lost Space“ im domicil werden verfallene, vergessene und unbeachtete urbane Orte, überwiegend aus dem Westend in Dortmund gezeigt. Architekturkomplexe, Häuser, Wände, Hinterhöfe und andere Unorte werden ebenso thematisiert wie oft unbeachtet bleibende räumliche Details, z.B. eine Notausgangslampe oder Reste von Bodenbelägen. Manchmal irritiert die bildimmanente Logik durch die Kombination zweier Wirklichkeitsebenen und fordert den Betrachter zum Erfinden eigener Interpretationen und Geschichten heraus. 

Die in den Bildern gezeigten Situationen sind inzwischen teilweise durch Renovierung verändert oder durch Abriss nicht mehr existent. Über den subjketiven Blick hinaus dokumentiert die Ausstellung also auch den Veränderungsprozess eines Stadtviertels durch städtebauliche Eingriffe. 

Atelier: Produzenten Galerie im St. John‘s, Rheinische Str. 134, 44147 DortmundInfo & Kontakt: www.rosafehr.de, mail@rosafehr.de

Ausstellung: 13.9.-30.12.14 · domicil, Hansastr 7-11, 44137 Dortmund · Mo-Sa ab 18:30 h

Vernissage: Sa 13.9.14, 18 h, Eintritt frei


22|05|2014

Michael Ostermann: Wo ist Robert?

14.6.-13.9.2014

Eine Ausstellung mit Schirmen: „Wo ist Robert? Nicht Cray – auch nicht der von Gitte - der mit dem Schirm!“ Der Bochumer Künstler Michael Ostermann sammelt seit Jahren Schirme - im Vorübergehen mit der Kamera, als Dokument und ungeschönt. „Und ich frage mich, sind das die untauglichen, abgestürzten, notgelandeten? Sie liegen auf der Straße, im Gebüsch und stecken in Containern und Abfallkörben. Nur die Frage bleibt: Wo ist Robert? Und so lange ich ihn nicht gefunden habe, suche ich weiter.“ 

Kurzbiographie Michael Ostermann
1968–1972 Studium der freien Grafik und Fotografie an der Werkkunstschule Dortmund u. a. bei Gustav Deppe und Rudolf Vombek • seit 1973 freie künstlerische Tätigkeit • freie Mitarbeit am Museum Bochum •Schmuckdesign • Lehrtätigkeit am Gymnasium • Dozent für Radierung/Lithografie an der VHS-Bochum •Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen: Phillips AG • Bochumer Künstlerbund • Westdeutscher Künstlerbund • Kunstverein Bochum • Berufsverband Bildender Künstler • Kortum-Gesellschaft Bochum •Ruhr-Universität Bochum, Botanischer Garten • Art Hotel Tucholsky • Goldschmiede Susanne Waller •Atelier Sägemühle Nordhorn • Galerie Camera Obscura • Kunst.Kiosk! • Atelierausstellungen

Vernissage: Sa 14.6.2014 | 18 h | domicil Galerie | Der Künstler ist anwesend | Eintritt frei | Zu sehen bis zum 13.9.14 während der Öffnungszeiten der Gastronomie (Mo-Sa ab 18.30 h)

 


19|03|2014

rhythm&sport

Ausstellung von Ondrej Kohout | 29.4.2014 bis 22.5.2014

19 h Ausstellungseröffnung: Ondrej Kohout „rhythm&sport“
Ondrej Kohout, geboren 1953 in Prag, Unterzeichner der „Charta 77“, lebt seit 1981 in Wien mit internationaler Tätigkeit als Maler und Bühnenbildner. Seine Bilder kreisen vor allem um das Thema „Mensch“, dessen allzu ernsten Seiten er sich oft mit Humor und Ironie nähert, gerne auch mit Motiven mit Bezügen zur sportlichen menschlichen Betätigung. Es sprechen: Prof. Dr. Hanns-Ferdinand Müller (Vorstandssprecher der RWE Vertrieb AG) und Heinz Fennekold (Honorarkonsul der Tschechischen Republik). 

Vernissage: 29.4.14, 19 h, Eintritt frei
Ort: domicil galerie im historischen Treppenhaus.
Ausstellungsdauer im domicil: 29.4. bis 22.5.2014 während der Öffnungszeiten der Gastronomie (Mo-Sa ab 18 Uhr). Eintritt frei (auch zur Vernissage). 

20 h (nur mit Eintritt für Lesung und Konzert): Lesung mit Pavel Kohout „Krieg im 3. Stock“
Pavel Kohout war einer der Wortführer des Prager Frühlings und später Mitverfasser der Charta 77. Als Schriftsteller und Theaterautor wurde er international mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. Zur Vernissage liest er aus dem kurzweiligen Eintakter „Krieg im 3. Stock“.

21 h (nur mit Eintritt für Lesung und Konzert) Konzert mit dem Milan Svoboda Quartet


22|09|2013

Jazz live - im Rechteck

Foto-Ausstellung von Heinrich Brinkmöller-Becker | 21.9.13 - 10.2.14

Jazz zu fotografieren bedeutet wie diese Musik selbst vor allem Improvisation: Bedingungen wie schwache und ständig wechselnde Beleuchtung, Standort der Musiker und des Fotografen, Bewegung auf der Bühne, Bühnen-Equipment, das die Sicht auf die Musiker erschwert – all dies ist eigentlich nicht gerade ideal für fotografische Momente und unterscheidet sich wesentlich von „klassischer“ Porträtfotografie mit ihren meist gestellten und inszenierten und technisch optimierten Aufnahmebedingungen. Vom Jazz-Fotografen sind eine gewisse Improvisation und Spontaneität, ein Einfühlen in das Situative und durchaus auch Zufällige abverlangt, wenn trotz der genannten Bedingungen Fotos gemacht werden mit dem Anspruch, die Live-Stimmung eines Konzerts, die Charakteristik eines Jazz-Musikers „im Rechteck“ festzuhalten.

 
In seinen kontrastreichen Schwarz-Weiß-Fotografien beobachtet der Bochumer Heinrich Brinkmöller-Becker mit seiner Kamera seit Jahren die Jazz-Szene im Ruhrgebiet: im Dortmunder domicil, in den verschiedenen Jazz-Clubs und Spielstätten oder bei Festivals in der Region. Hierbei geht es ihm besonders darum, das „Lebendige“ des Jazz und seiner Musiker, ihre Energie, Freude und Spannung festzuhalten. Die Schwarz-Weiß-Fotos fangen die Atmosphäre ein, sie erinnern dabei in ihrer Formsprache an die „Klassiker“ der Jazz-Fotografie, die die Vinylplatten-Cover zierten und bis heute die Ikonographie des Jazz prägen.

Zur Person: Dr. Heinrich Brinkmöller-Becker ist Medienwissenschaftler und langjähriger Lehrbeauftragter an der Ruhr-Universität am Institut für Film- und Fernsehwissenschaften. Aktuell leitet er das Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg in Bochum. Ebenfalls ist er Text- und Bild-Redakteur beim Jazzportal ‚nrwjazz.net’. Neben eigener Fotografie organisiert und kuratiert er seit Jahren Fotoausstellungen.

Fotoausstellung: Christian McBride

14|04|2013

Im Cathouse und anderswo

Ausstellung von Ute Brüggemann | 14.4.13 - 15.7.13

Das Cathouse war Zufluchtsort namhafter Jazzmusiker wie heimatloser Katzen. Die Villa am Hudson gehörte Baronesse Pannonica de Koenigswarter, einer militanten Tierschützerin wie Mentorin der New Yorker Jazz-Szene der 1950er bis 1980er Jahre (Charlie Parker starb auf dem Sofa in ihrem Appartment). Sie notierte und fotografierte hier „Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche“. 

Auf Basis der sensiblen Polaroids schuf Ute Brüggemann großformatige Acrylbilder wie „Monk mit Katze“ und „Art Blakey Junior“. Weitere Portraits wie „Sweeter than the day“ oder „Kristin“ entstanden nach Konzertbesuchen zeitgenössischer Musiker.

Interessante Links:

Bopping at the Cat House (Village Voice)
Die Jazzmusiker und ihre drei Wünsche (Auszug / reclam) 
"Jazz: Geld! Alle Weiber! Alle Steinways" (Zeit online)